Vitrine

An dieser Stelle präsentiert das Team des UAZ in unregelmässigen Abständen kurze Beiträge zur Geschichte unserer Universität. Die Themen ergeben sich aus unserer täglichen Arbeit mit dem vielfältigen Archivgut der UZH.

 

Vor 40 Jahren an der Universität Zürich: Eine Rede zum Tod von Ulrike Meinhof

Philipp Messner

Am 9. Mai 1976 wurde die im RAF-Prozess in Stuttgart-Stammheim des Mordes angeklagte Journalistin Ulrike Meinhof tot in ihrer Zelle aufgefunden. Wie eine vor Kurzem im Universitätsarchiv aufgetauchte Audioaufnahme dokumentiert, wurde auf dieses für die deutsche Nachkriegsgeschichte so bedeutende Ereignis auch in Zürich reagiert.

Nicht nur als Forschende/r, auch als Archivar/in macht man in einem Archiv mitunter überraschende Funde. So geschehen kürzlich bei der Digitalisierung und Nacherschliessung von einigen bisher nur oberflächlich erfassten Tondokumenten aus dem sogenannten «Alten Rektoratsarchiv» (E.7.1). Dieser aus der ehemaligen Kanzleiablage herausgewachsene Archivbestand umfasst neben ebenda entstandenen Akten auch Sammlungsgut, dessen Herkunft im Einzelnen kaum mehr zu eruieren ist. Die genannten Massnahmen betrafen unter anderem die Verzeichnungseinheit E.7.1.207, eine Audiokassette in einem braunen Umschlag mit der Beschriftung «Tonbandka[s]sette vom 12. Mai 76 / Rede von Prof. Azzola Darmstadt / Koreferat Gesetz + Gewalt / KSTR».

Koreferat Axel Azzola 1976
(UAZ) E.7.1.207: Aufnahme des Koreferats «Gesetz und Gewalt» von Axel Azzola, 12.05.1976.

Beim genannten Professor handelt es sich um Axel Azzola (1937-2007), der zwischen 1971 und 1998 einen Lehrstuhl für öffentliches Recht an der Technischen Universität Darmstadt innehatte. Bekanntheit erlangt der Jurist vor allem, als er ab Dezember 1975 im Strafprozess gegen vier Mitglieder der «Roten Armee Fraktion» (RAF) in Stuttgart-Stammheim als Wahlverteidiger von Ulrike Meinhof auftritt. In dieser Rolle versucht er zu erreichen, dass die Angeklagten als Kombattanten in einem bewaffneten Konflikt betrachten werden und ihnen den Status von Kriegsgefangenen zugestanden wird.

Das neben dem Namen Azzolas angegebene Kürzel «KSTR» verweist auf den Kleinen Studentenrat. Die Exekutive der verfassten Studentenschaft der Universität Zürich (SUZ) führt zu diesem Zeitpunkt eine erbitterte Auseinandersetzung mit der kantonalen Erziehungsdirektion, die zwei Jahre später schliesslich zur Auflösung der SUZ führen sollte. Gestritten wird in erster Linie über die Zulässigkeit eines über den Rahmen von Studierendenpolitik im engeren Sinn hinausgehenden allgemeinpolitischen Engagements der Organe der SUZ.

Als «Koreferat» wird im Allgemeinen ein Referat bezeichnet, das sich als Ergänzung auf das Thema eines Hauptreferats bezieht, eine Stellungnahme zu einem vorausgegangenen Referat beispielsweise. Im vorliegenden Fall geht es um eine vom damaligen Rektor der Universität Zürich, Hans Nef, am 29. April 1976 zum Dies academicus gehaltene Rede mit dem Titel «Gewalt und Gesetz», die auch im UZH-Jahresbericht 1975/76 nachzulesen ist. Vor dem Hintergrund des in den 1970er Jahren endemischen Linksterrorismus behandelt der Ordinarius für Rechtsphilosophie, Staats- und Verwaltungsrecht Nef in seiner Rede grundlegend das Spannungsverhältnis zwischen Gesetz und Gewalt. Dabei äussert er sich unter anderem besorgt darüber, dass, wie er sich ausdrückt, «die Gewalttätigen den Gesetzgeber nötigen», Revisionen einzuleiten, welche auch von der Idee der Rechtsstaatlichkeit geforderte Grundsätze berührten. Dies sei aber unumgänglich, da ihm zufolge die Rechte und die Rechtsschutzbehelfe der Beschuldigten in einigen Beziehungen in einem Masse ausgebaut seien, dass es nicht nur zur Beeinträchtigung einzelner Strafuntersuchungen, sondern der Rechtspflege als solcher führen könne. Man müsse deshalb fragen, ob die rechtsstaatlichen Garantien «auch jenen bis zu den letzten Konsequenzen zukommen sollen, die selbst das Recht mit Füssen treten».

Ulrike Meinhof
Ulrike Meinhof. Foto auf einem Fahndungsplakat des Bundeskriminalamtes, 1971.

Auf diese Ausführungen sollte der als unbedingter Verfechter rechtsstaatlicher Prinzipien bekannte Azzola an einer vom KStR auf Mittwoch 12. Mai gelegten Veranstaltung im grossen Hörsaal KOL-F-101 eine Erwiderung formulieren. Drei Tage vorher wird nun allerdings seine Mandantin Ulrike Meinhof in ihrer Zelle erhängt aufgefunden. Aus der geplanten Gegenrede Azzolas wird ein Nachruf. Auf den Anwalt, der als überzeugter Sozialdemokrat keinerlei Sympathien für den von der RAF geführten «bewaffneten Kampf» hegt, hat Meinhof offenbar einen tiefen Eindruck hinterlassen. In seinem an der Universität Zürich gehaltenen Nekrolog beschreibt er sie als «grenzenlos liebesfähig, diszipliniert, sensibel und von hoher Intellektualität», wobei diese bei Meinhof in den Dienst eines «unabdingbaren ethischen Rigorismus» gestanden habe. Im folgenden versucht Azzola die Aktionen der RAF aus dem Selbstverständnis der Gruppe heraus zu erklären und kritisiert in diesem Zusammenhang eine «bürgerliche Sprachlosigkeit», die über die Sachverhalte, um die es im Stammheim-Prozess gehe, nur juristisch reden wolle, anstatt diese in ihrem historisch-politischen Kontext zu analysieren, wie es eigentlich geboten wäre.

Das Typoskript der von Axel Azzola an der Universität Zürich gehaltenen Rede findet sich als Teil einer umfassenden Sammlung von Dokumenten zur Geschichte der RAF aus dem Besitz von Ronald Augustin, einem ehemaligen Mitglied der Gruppe, im Internationalen Institut für Sozialgeschichte Amsterdam. Über das «Social History Portal» ist Azzolas Skript auch in digitaler Form abrufbar.

Sammlung «Rote Armee Fraktion» (IISH_ARCH02203)

 Typoskript der Rede von Axel Azzola an der Universität Zürich (PDF) 

Von wem und zu welchem Zweck nun die im Universitätsarchiv befindliche Aufzeichnung gemacht wurde ist unklar. Der an eine Predigt erinnernde Duktus des Vortrags, wie er auf der Aufnahme zu hören ist, ist zum einen wohl dem Zeitgeist, zum anderen den besonderen Umständen geschuldet. Die akustische Aufzeichnung der Rede stellt aber in jedem Fall eine signifikante Erweiterung des bislang nur schriftlich vorliegenden Inhalts dar.

(UAZ) E.7.1.207: «Gesetz und Gewalt», Koreferat Axel Azzola, 12.05.1976. [Ausschnitt, 01:41 Min.]

Hochschulplanung an der Universität Zürich in den 1970er Jahren

Inge Moser

Reim von Alt-Regierungsrat Günthardt in der «uni zürich», 1983.
«Wer etwas vorhat, plant...» - Reim von Alt-Regierungsrat Günthardt in der «uni zürich» 1/2, Februar 1983.

In den Unterlagen des Prorektorats Planung, die von den Aktenbildern in einer dokumentarischen Sammlung von Akten und Fachliteratur überliefert wurden, lassen sich interessante Details zur Entwicklung der Hochschulplanung an der Universität Zürich in den 1970er Jahren zurückverfolgen – sowohl als inneruniversitäre Organisationseinheit sowie als wissenschaftliche Fachrichtung. Dies nicht zuletzt, weil die Mitarbeitenden des Prorektorats Planung selbst ihre Tätigkeit rege dokumentierten. Dass Planungsgeschäfte auch eine Prise Selbstironie vertragen, zeigt der 1983 in der «uni zürich» abgedruckte Reim von Alt-Regierungsrat Günthardt.

Mit der Einberufung einer Planungskommission durch den Zürcher Regierungsrat am 25. Januar 1962 wurde die Planung zum ersten Mal als eigenständiger Aufgabenbereich wahrgenommen. Damals ging es darum, über den Standort und die Prioritäten der neuen Universitätsbauten oder deren Erweiterung zu entscheiden, für die aus Gründen zunehmender Platznot an der Universität Kredite gesprochen wurden (Jahresbericht der UZH 1962/63, S. 28 und 32). Der Begriff Planung bezog sich also in erster Linie auf die Raum- und Bauplanung. Die stetig steigenden Studierendenzahlen standen um 1970 in einem Gegensatz zum aufwendigen und nur langsam voranschreitenden Ausbau der Universität. Damit hing auch die Kapazitätsplanung zusammen, also inwiefern die Zulassung von Studierenden geregelt oder gar beschränkt werden sollte. Im Jahresbericht 1972/73 ist erstmals die Rede von der Etablierung einer eigentlichen «Planungsorganisation», die neben der nebenamtlichen Planungskommission und dem Planungsausschuss aus einem vollamtlichen Planungsstab des Rektorats bestehen sollte, und deren zentrale Funktion die mittel- bis langfristige Universitätsplanung im Hinblick auf ein neues, bundesweites Hochschulförderungsgesetz wurde. Die vollamtliche Stelle im Planungsstab konnte allerdings erst 1975 mit Edmond Ermertz besetzt werden. Neben der systematischen Entwicklungsplanung (später Mehrjahresplanung), der Finanz- und Personalplanung sowie der Ermittlung von Studierendenprognosen zählte auch der Aufbau einer Dokumentation über die Hochschulplanung zu den ersten wichtigen Aufgaben der Planungsorgane (Jahresbericht 1973/74, S. 24–25).

Eine tragende Rolle für die Hochschulplanung an der Universität Zürich spielte ausserdem Professor Edwin Rühli, der 1972 zum Präsidenten des Planungsausschusses und 1984 zum ersten Prorektor des Ressorts Planung ernannt wurde und sich auch in der Forschung und Lehre stark mit dem Thema auseinandersetzte. So dozierte der Ordinarius in Betriebswirtschaftslehre über Führungsaufgaben und Hochschulplanung, wie Dossiers von Vorlesungen und Seminaren belegen, die als Grundlagen ebenfalls Eingang in die Dokumentensammlung fanden. Ein weiteres Zeugnis davon ist die Herausgabe von 15 Planungsstudien im Zeitraum von 1973 bis 1997, die von der Planungskommission in Auftrag gegeben wurden.

Planungsstudien der Universität Zürich
(UAZ) F.3.029-030: Planungsstudien der Universität Zürich

Auch die öffentliche Information über die Universitätsplanung gewann zunehmend an Bedeutung. Das Prorektorat Planung übernahm die Koordination der gesamtuniversitären Jahresberichte, der akademischen Jahresberichte und die Berichterstattung an die Erziehungsdirektion des Kantons Zürich. Ab Ende der 1980er Jahre kamen ausserdem vermehrt bildungs- und wirtschaftspolitische Aufgaben hinzu, was 1987 zur Schaffung einer Stabstelle Wirtschaftskontakte / Wissenstransfer im Bereich der Planung führte, die nur während einer kurzen Zeit Aufgaben der Vernetzung von der Universität und einzelnen Forschungsbereichen mit der Öffentlichkeit sowie mit der Privatwirtschaft übernahm. Ein grosses Projekt in diesem Rahmen war beispielsweise die Mitwirkung der Universität Zürich an der nationalen Forschungsausstellung «Heureka» 1991.

Die Institutionalisierung der Planung und die zunehmende Vermessung der Universität seit den 1970er Jahren geschah nicht nur aus Zufall zeitgleich mit der Entwicklung von Informationssystemen und Computertechnik. Es wurde eng mit dem Rechenzentrum und der Informatik zusammengearbeitet, und Mitarbeitende des Planungsstabs beteiligten sich häufig an Projekten zur Einführung von Dokumentationssystemen und Datenbanken, die wiederum der Planung als Instrumentarium dienen sollten. Auch zu solchen teilweise inzwischen verwirklichten oder nicht umgesetzten Projekten, zum Beispiel zu einem uniweiten Informationssystem oder einer Forschungsdatenbank, sind im Bestand des Prorektorats Planung einige Spuren zu entdecken.

Der umfangreiche Bestand (ca. 60 lfm) wurde im August 2015 einer Nachbewertung unterzogen und wird zur Zeit erschlossen.

Vom Molekülbau zur Asymmetrie im Weltall: Der Nachlass von Prof. Wagnière

Marcel Brengard

Der an das Universitätsarchiv Zürich übergebene wissenschaftliche Nachlass des renommierten Schweizer Chemikers Georges Henry Wagnière (1933-2013) stellt eine wichtige Bereicherung ihrer Bestände dar, denn bislang fand nur wenig privates Überlieferungsgut aus dem Bereich der Naturwissenschaften den Weg ins UAZ.

Wagnière in seinem Büro
(UAZ) PA.030.180: Wagnière in seinem Büro an der Rämistrasse 74.

Der aus einer Diplomatenfamilie stammende Wagnière absolvierte in Bern das Gymnasium, setzte seine Ausbildung nach Abschluss des ETH-Studiums an der Graduate School der Harvard University fort, bei der er über die elektronischen Eigenschaften von grossen organischen Molekülen dissertieren sollte. Nach einem kurzen Abstecher in die Privatwirtschaft folgte er 1965 einem Ruf an die Universität Zürich, an welcher er bis zu seiner Emeritierung 1999 forschen und lehren sollte. Von den vielfältigen Unterlagen im Nachlass Wagnière sind insbesondere diejenigen zur Lehre hervorzuheben. Von seiner eigenen Studienzeit an der ETH und Harvard sind Vorlesungsmitschriften erhalten, die zeigen, welcher Stoff dem jungen Wissenschaftler damals vermittelt wurde. Aus Sicht der Universität Zürich sind aber im Speziellen die Unterlagen zu seinen Vorlesungen interessant. Denn während die offizielle Überlieferung von den wenigsten Veranstaltungen mehr weiss als die in den Vorlesungsverzeichnissen aufgeführten Titel, kann anhand dieser Aufzeichnungen auch deren Inhalt und dessen Veränderung über die Jahrzehnte rekonstruiert werden.

Wagnières Antrittsvorlesung
(UAZ) PA.030.245: Manuskript der Antrittsvorlesung «Molekül und Molekülvorstellung».

Wagnière hielt nicht nur Vorlesungen für Spezialisten, sondern engagierte sich auch in der allgemeinen Grundausbildung und hielt Vorlesungen über Thermodynamik, Kinetik, Molekülbau und Molekülspektroskopie. Zudem nahm er sich der Ausbildung von Biologen und Biochemikern an, um auch ihnen die Grundlagen der Physikalischen Chemie zu vermitteln. Aus seinem breiten Forschungsspektrum in der Physikalischen Chemie sind insbesondere die quantenchemischen Berechnungen aber auch seine Arbeiten zu chiralen Molekülen und molekularer Optik hervorzuheben. Die wissenschaftliche Arbeit von Wagnière war stark theoretisch geprägt, beinhaltete aber auch Experimente. Unter anderem gelang seiner Forschungsgruppe in den 1990er-Jahren erstmals die Messung der magnetochiralen Licht-Doppelbrechung.

Die entsprechenden Unterlagen im Nachlass zeigen, wie konkret geforscht wurde, welche Arbeitsschritte unternommen wurde und was sich als Sackgasse erweisen sollte. Des Weiteren eröffnet solch ein Nachlass auch Chancen, auf Basis der Materialität der Akten die Möglichkeitsbedingungen moderner naturwissenschaftlicher Forschung zu untersuchen. Denn die Forscherkarriere von Georges Wagnière fiel in eine Zeit, in welcher der Computer zu einem immer wichtigeren Hilfsmittel wurde und dadurch die experimentellen Praktiken veränderte. Als der Chemiker in den 1960er-Jahren zu forschen begann, wurden an den Universitäten erste Rechenzentren eingeführt, in denen zentralisiert wissenschaftliche Experimente durchgeführt werden konnten. Bei seiner Emeritierung um die Jahrtausendwende hatte sich zum Einen die Rechenleistung vervielfacht, zum Anderen die Nutzung individualisiert – nun war nahezu jeder Arbeitsplatz an der Universität mit einem eigenen Computer ausgestattet.

Diese Entwicklung zeigt sich nicht zuletzt auch in der Vielfalt der Medien im Nachlass: Von handschriftlichen Notizen und Manuskripten, über Printouts von wissenschaftlichen Computerprogrammen und deren Berechnungen, bis hin zu USB-Sticks mit digitalen Unterlagen sind unterschiedlichste Arten von Materialien im Bestand enthalten.

Wagnières Abschiedsvorlesung
(UAZ) PA.030.054: Auszüge aus der Abschiedsvorlesung «Gedanken zur Asymmetrie im Weltall».

Neben Akten zur Lehre und Forschung enthält der Nachlass Wagnières persönliche Sitzungsunterlagen der Gremien und Kommissionen, Peer-Review-Gutachten für renommierte Fachzeitschriften sowie umfangreiche Korrespondenzen mit Fachkollegen und -kolleginnen, welche das weitläufige Beziehungsnetzwerk und den wissenschaftlichen Austausch auf persönlicher Ebene dokumentieren. Georges H. Wagnière interessierte sich jedoch nicht ausschliesslich für Fragen seines Fachbereichs, sondern bezog auch Stellung zu gesamtgesellschaftlichen Fragen jenseits seiner Forschungstätigkeit und publizierte seine Positionen in mehreren Zeitungsartikeln.

Der reichhaltige Nachlass kam aufgrund des ausdrücklichen Wunsches von Georges H. Wagnière ins Universitätsarchiv und wurde nach seinem Tod von der Witwe überstellt.

 

Die Dokumentation universitärer Publikationstätigkeit im Medienwandel

Philipp Messner

Als autonome öffentlich-rechtliche Institution ist die UZH nicht nur zur Archivierung ihrer Akten, also im Rahmen von Geschäftsprozessen entstandene Aufzeichnungen, verpflichtet, sondern, im Wortlaut der Archivverordnung des Kantons Zürich, auch aller von ihr verantworteten, «einmalig oder periodisch erscheinenden Publikationen […] die für die Öffentlichkeit bestimmt oder einem eingeschränkten Empfängerkreis zugänglich sind». Unter diese Definition fällt von Universitäts- bis Instituts- und Seminarebene eine Vielzahl von Veröffentlichungen mit unterschiedlicher Auflage und Lebensdauer.

Die Publikation mit der längsten Laufzeit ist an der UZH das seit 1833 für jedes Semester publizierte Vorlesungsverzeichnis, in dem alle angebotenen Lehrveranstaltungen aufgeführt sind. Die in den Verzeichnissen 1833-1900 enthaltenen Daten sind in digitaler Form über das Portal HistVV online zugänglich. An zweiter und dritter Stelle hinsichtlich Laufzeit kommt der seit 1913/14 gedruckt erscheinende Jahresbericht und das zwischen 1864 und 1994 jedes Semester publizierte Verzeichnis aller an der UZH immatrikulierten Studierenden.

1962 wurde an der Universität Zürich ein Wissenschaftlicher Informationsdienst (WID) geschaffen. Als Vorläufer der heutigen Abteilung Kommunikation verfolgte dieser das Ziel, «das legitime Bedürfnis der Aufklärung und zusätzlichen Information der Vertreter von Presse, Fernsehen und Radio zu befriedigen, dass die Resultate in der wissenschaftlichen Forschung dadurch dem grossen Kreis von Lesern, Hörern und Zuschauern in einer jedermann geläufigen Art zugänglich gemacht werden können», wie es in der entsprechenden Presseinformation heisst. Neben seiner Rolle als Vermittler zwischen Universität und Öffentlichkeit war der WID aber auch um die inneruniversitäre Kommunikation bemüht. So war eine der ersten von ihm herausgegebenen Publikationen 1964 ein Bulletin mit dem Titel «Neues aus der Universität Zürich», in dem die Angehörigen der UZH auf zehn im Schreibmaschinenlayout gehaltenen Seiten über Berufungen, Gastvorlesungen und ähnliches informiert wurden. Aus diesem ging 1970 zum einen das bis 1997 bestehende Heftchen «Uni-Intern» hervor, zum anderen das ungleich professioneller aufgemachte Mitteilungsblatt des Rektorats «Uni 70» (bzw. «Uni 71», «Uni 72» usw.) – Vorläufer des heutigen «UZH Journal».

Wissenschaftlicher Informationsdienst 1972
(UAZ) E.5.2.3: Das Publikationsangebot des Wissenschaftlichen Informationsdienstes der UZH im Jahr 1972.

Im Laufe der Zeit wurde das Publikationsangebot der Universität sukzessive erweitert. Unter anderem kamen 1974 die «Berichte über die Forschungstätigkeit an der Universität» dazu, aus denen 1995 der bis 2008 jährlich erscheinende «Unireport» wurde, oder 1994 das ursprünglich gemeinsam mit der ETH herausgegebene «Unimagazin» (heute  «UZH Magazin»). Seit 1993 ist die UZH – als eine der ersten Schweizer Universitäten – auch im World Wide Web präsent. Damit begann ein Prozess, in dem zunächst primär gedruckt publizierte Inhalte ergänzend auch online verfügbar gemacht wurden, sich aber bald eine Verschiebung des Schwerpunkts in Richtung Web abzeichnete.

Um der zunehmenden Bedeutung des online-Angebots gerecht zu werden, erhielt die zwischenzeitlich in unicommunication umbenannte Kommunikationsabteilung 1997 von der Universitätsleitung das Mandat, den zu diesem Zeitpunkt als veraltet empfundenen Webauftritt der UZH grundlegend neu zu gestalten. In Zusammenarbeit mit einer externen Agentur sowie der Zentralen Informatik der UZH wurde so auf Anfang WS 1999 ein einheitliches Webdesign realisiert.

Webperlen
Titel einer Rubrik der Website der UZH im Design von 1999 (vergrössert).

Heute ist ein nicht unbedeutender Teil von dem, was vor einigen Jahren noch in gedruckter Form erschienen wäre nur mehr online abrufbar – das betrifft beispielsweise das traditionsreiche Vorlesungsverzeichnis, das 2014 das letzte Mal in Buchform erschien. Damit stellt sich die Frage nach der Verantwortung der Archive für die dauerhafte Dokumentation dieser neuen Formen der Publikation. Das Universitätsarchiv verfolgt hier eine Doppelstrategie: Zum einen werden die als für die Überlieferung zentral erachteten digitalen Inhalte direkt aus den entsprechenden Systemen übernommen, zum anderen werden auch regelmässig bestimmte Teile des heute mehrere zehntausend Seiten umfassenden Webauftritts der UZH gespeichert. Diese Daten werden in der Archivdatenbank erschlossen und in das hier seit März 2014 produktive System zur digitalen Langzeitarchivierung eingelagert. Auf diese Weise versucht das Archiv, seinem gesetzlichen und gesellschaftlichen Auftrag trotz Medienwandel gerecht zu werden.

 

Anekdoten zu Jubiläumsgeschenken des Zürcher Universitätsvereins

Inge Moser

Der Zürcher Universitätsverein (ZUNIV), der früher Zürcher Hochschulverein hiess, hat es sich neben zahlreichen Beiträgen an die Universität zur Tradition gemacht, diese an ihren Jubiläen reich zu beschenken. Das kommt nicht von ungefähr, wurde doch der Verein 1883 zur Feier des 50-jährigen Bestehens der Universität gegründet. Die Idee war, einen unabhängigen Fonds als Ergänzung zu den damals eher bescheidenen Mittel der Universität einzurichten, und damit Forschungsprojekte finanziell zu unterstützen.

Protokollband Zürcher Hochschulverein
(UAZ) PA.025.002: Protokoll der ersten Generalversammlung des Zürcher Hochschulvereins

Im Aufruf der Gründer des Hochschulvereins an zukünftige Mitglieder und Spender wird ausführlich erklärt, warum die Universität eine zusätzliche Geldquelle neben den staatlichen Beiträgen dringend benötigte: Die Besoldung der Dozierenden betrug damals maximal 4000 Franken und war an vielen anderen Universitäten höher angesetzt, besonders seit der Abnahme des Geldwerts, so dass ein Weggang von gut ausgebildeten Lehrpersonen und Professoren zu befürchten war. Am 5. Februar 1884 wurde demnach die erste (konstituierende) Generalversammlung des Hochschulvereins abgehalten, an der über 40 Absolventen und Freunde teilnahmen.

Aufruf der Gründer 1883

Statuen Rämistrasse 71
Eingangspforten an der Rämistrasse 71 mit dem Figurenpaar von Paul Osswald, Foto ca. 1980

Als die Universität 1914 ein neues zentrales Gebäude erhielt (das 2014 zum 100-jährigen Bestehen ebenfalls feierlich gewürdigt wurde: Haus der Wissenschaft), trug der ZUNIV einen Teil dazu bei. Er liess die beiden grossen Statuen, ein liegender weiblicher und männlicher Akt, vor dem Hauptgebäude erstellen – wofür dem Künstler Paul Osswald 6000 Franken bezahlt wurden, wie aus dem Vorstandsprotokoll von 1913 hervorgeht.

Neben 250‘000 Franken für die Einrichtung von 19 Gastdozentenwohnungen und der Gründung des heute noch bestehenden Fonds für Gastdozentenwohnungen liess der ZUNIV zum 150. Jubiläum der Universität 1983 eine moderne Medaille vom Künstler Max Bill in Silber und Gold gestalten. Dabei wurde ein nicht unwesentliches Detail vernachlässigt: der Künstler erhielt sein Honorar erst um Jahre verspätet, wie dies eine briefliche Ermahnung des Vorgängers an den amtierenden ZUNIV-Präsidenten belegt.

(UAZ) AC.3.006: Rück- und Vorderseite der goldenen Jubiläumsmedaille von Max Bill, 1983

Seit April 2008 steht in der Eingangshalle des Hauptgebäudes der Welcome Desk, den die Universität als Geschenk zum 175. Geburtstag vom ZUNIV erhielt. Er dient nicht nur als Anlaufstelle für ortsunkundige Erstsemestrige und BesucherInnen der Universität. In der Entwicklung des Projekts waren Architektur-Studierende der ETH Zürich massgeblich beteiligt, und das Personal, das am Desk Auskunft gibt, besteht ebenfalls vorwiegend aus Studierenden. Die raffinierte Gabe des ZUNIV ist also nicht bloss Verzierung, sondern auch von grossem Nutzen für Angehörige sowie Gäste der Universität.

Der umfangreiche Bestand des ZUNIV wurde dem Universitätsarchiv zur Übernahme angeboten und 2013 erschlossen.

 

Vom zähen Ringen um Mitsprache: Die Hochschulreformkommission

Marcel Brengard

Das Schlüsselereignis und der historisch-soziale Bezugspunkt der Erinnerungskultur der 68er-Studentenbewegung in Zürich ist die Uni-Schliessung 1971. Demgegenüber ist die Arbeit der Hochschulreformkommission (HRK) weitgehend in Vergessenheit geraten, obwohl primär dieses Gremium versuchte, die Anliegen der Studierenden in der Organisation der Universität zu verankern.

Die Hochschullandschaft der späten 1960er-Jahre war geprägt durch rasant steigende Studierendenzahlen und einer verstärkten Politisierung der Studentenschaft, innerhalb derer sich die Kräfteverhältnisse zugunsten der Linken zu verschieben begannen. Schweizweit wurde Rufe nach einer Erweiterung der zentralen universitären Gremien laut, in dem alle Universitätsangehörigen gleichberechtigt verantwortlich am Entscheidungsprozess beteiligt sein sollten. An der Universität Zürich wie auch andernorts wurde im Hinblick auf eine zweckmässige Gestaltung neuer Hochschulgesetze eine «Experimentierphase» eingeleitet, der Einsitz von Studierenden und Assistierenden auf Universitäts- und Fakultätsebene wurde hier jedoch entschieden abgelehnt und auf Instituts- und Seminarebene abgedrängt. Als Ausnahme wurde auf Beschluss des Senats am 26. Juni 1970 die Hochschulreformkommission als drittelsparitätisches Gremium ins Leben gerufen.

Die Kommission sollte eine Sichtung und Bestandesaufnahme aller Experimente in den Seminaren und Instituten vornehmen sowie die gemachten Erfahrungen in ein neues Universitätsgesetz einbringen. Die grossen Hoffnungen, welche die progressiven Studierenden anfangs in die HRK setzten, wurden bald enttäuscht: Nach eigenen Angaben war der HRK die Beurteilung und Wertung der Resultate der Experimentierphase praktisch verunmöglicht worden, insbesondere weil die «Experimente» auf Institutsebene kaum Schlüsse auf gesamtuniversitärer Ebene zuliessen und die Reglementierung der Institute und Seminarien zugleich im neuen Universitätsgesetz ausgeklammert worden war.

Als 1976 die Pläne für das neue Universitätsgesetz nach einer breiten Vernehmlassung endgültig zu Grabe getragen worden waren, galt die erhoffte grosse Strukturreform als definitiv gescheitert und somit auch die HRK. Dennoch bestand die Kommission weiter und beschäftigte sich fortan mit diversen bildungspolitischen Fragen wie der Reform der Studieneingangsphase oder der Gestaltung der Studienberatung, sie bemühte sich um ein studierendenfreundliches Vorlesungsverzeichnis und organisierte Vorträge sowie Diskussionen zu Bildungs- und Hochschulproblemen. Nach der Umbenennung in Kommission für universitäre Reform– und Bildungsfragen (KRB) in den 1980er-Jahren standen neben der Förderung von Tutorien und dem Einsatz von audiovisuellen Medien im Unterricht, die Organisation und Betreuung der hochschuldidaktischen Kurse im Zentrum ihrer Tätigkeit. 1988 wurde die HRK/KRB aufgelöst und die ihr angeschlossene Arbeitsstelle für Hochschuldidaktik wurde als eigenständige Forschungsstelle weitergeführt.

Für die veränderungswilligen Studierenden galt die HRK als Sinnbild für die gescheiterten Reformversuche. Gemessen am Anspruch der Studierenden bei der Einführung der HRK ist dieser Einschätzung wohl zuzustimmen, glaubten sie doch sämtliche Universitätsprobleme durch paritätische Mitsprache lösen zu können. Losgelöst von den hohen Erwartungen der Studentenbewegung, zeigt sich jedoch ein differenzierteres Bild: So erwirkte die HRK unter anderem die Erweiterung der Hochschulkommission um Assistierende und Studierende mit beratender Stimme und auch die noch heute bestehende Möglichkeit zur Evaluation von Vorlesungen und Seminaren durch die Teilnehmer und Teilnehmerinnen ist ein Verdienst der HRK.

Eine umfassende Auswertung der Arbeit der Hochschulreformkommission und eine gründliche Aufarbeitung ihrer Geschichte steht noch aus. Ihre Akten sind in diesem Frühjahr erschlossen worden und enthalten umfangreiche Unterlagen zur Kommission selbst – darunter die vollständige Sammlung ihrer Sitzungsprotokolle – sowie zur Vernehmlassung des 1976 gescheiterten Universitätsgesetzes. Darüber hinaus findet man in diesem Bestand auch Akten zu den zahlreichen Studienreformen, dem Tutoratswesen und anderen hochschuldidaktischen Neuerungen.

Das Gros der Akten unterliegt keiner Schutzfrist mehr und kann nach Absprache mit dem Universitätsarchiv eingesehen werden.

 

Die historische Handkartei der Universitätskanzlei

Philipp Messner

Um 1913 führte die Kanzlei der Universität Zürich zur Studierendenadministration eine Handkartei ein, d.h. die vormals buchmässig geführten Listen der immatrikulierten Studierenden wurden durch ein Ensemble von Karten ersetzt.

Auf den einzelnen mit einem strukturierenden Vordruck versehenen Karteikarten wurden jeweils die folgenden Daten aufgenommen (und gegebenenfalls nachgeführt):

  • Name
  • Immatrikulationsnummer
  • Fakultät
  • Studienfach
  • Heimatort oder Land (bei Ausländern)
  • Geburtsdatum
  • Name des Vaters oder sonstigen Inhabers der elterlichen Gewalt
  • Angaben zu Vorbildung / Hochschulzugangsberechtigung (vorgewiesene Schriften, zuletzt besuchte Lehranstalt)
  • Datum der Immatrikulation
  • Adresse / Adresswechsel
  • Semesterweise Bestätigung der Immatrikulation / Urlaubssemester o.ä.
  • Angaben zum Weggang von der Universität

Während bis zu diesem Zeitpunkt die Studierendendaten in einem Buch verwaltet wurden, hatte das Prinzip der aus losen Elementen bestehenden Kartei nun den entscheidenden Vorteil, dass an jeder Stelle ohne weiteres neue Karten in beliebiger Anzahl eingeführt werden konnten. Zudem konnten einzelne Karten auch einfach umsortiert und «totes Material» ausgesondert werden.

Auch wenn das Prinzip der Kartei seit längerem bekannt war, galt – insbesondere in der öffentlichen Verwaltung – das gebundene Buch noch lange als Fundament einer gesicherten Arbeitsweise. Vor der Rationalisierungswelle der 1920er Jahre, die nicht nur Fabrik- sondern auch Büroarbeit im Blick hatte, waren Karteien in der Schweiz nur vereinzelt im Einsatz. Im Kanton Zürich beispielsweise beim kriminalpolizeilichen Erkennungsdienst und bei der zentralen Verwaltung der Gefängnisinsassen. Je umfangreicher aber die Verwaltungen und ihre Aufgaben wurden, umso mehr machte sich eine Abkehr von der traditionellen buchbasierten Administration bemerkbar. So war es auch im Fall der Universität Zürich. Die Zahl der Studierenden hatte sich hier seit der Jahrhundertwende mehr als verdoppelt. 1900/01 waren 695 Personen eingeschrieben, 1912/13 bereits 1480. Es ist zu vermuten, dass die genannte verwaltungstechnische Innovation an der Universität direkt auf diese Entwicklung zurückzuführen ist.

Kanzlei um 1930 Vorschau
(UAZ) AC.2.2.1.32: Hinter dem Schalter der Universitätskanzlei, Fotografie von 1930.

Die Handkartei wurde an der Universität bis 1982 aktiv bewirtschaftet. Im Rahmen einer grundlegenden Reorganisation der Zentralverwaltung der Universität wurde die manuelle Datenverarbeitung mittels Karteikarten durch ein EDV-System ersetzt. Im Jahresbericht 1982/83 wird darüber informiert, dass die Universitätskanzlei zur Erledigung ihres Tagesgeschäfts nun mit Bildschirmen und einem Drucker zum direkten Ausdruck von Studienbescheinigungen ausgerüstet ist. Eine retrospektive Digitalisierung der auf den alten Karten analog vorliegenden Daten wurde damals nicht vorgenommen. So blieb der etwa 65'000 Karten umfassende Apparat bestehen und steht bis heute der Kanzlei für besondere Abklärungen zur Verfügung.

Für die Zeit zwischen 1833 und 1924 steht seit zehn Jahren mit der auf der Grundlage der alten Matrikelbücher und Meldebogen erstellten Matrikeledition eine online abrufbare Datenbank zur Verfügung, bei der die Inhalte nun nicht mehr der starren alphabetischen Ordnung nach Namen unterworfen sind, sondern bequem im Volltext durchsucht werden können. Für die Beantwortung von Fragen zu einzelnen Studierenden im Zeitraum zwischen 1924 und 1982 ist die Studierendenkartei allerdings auch weiterhin ein unverzichtbares Hilfsmittel, auf das auch die Mitarbeitenden des Universitätsarchivs gerne zurückgreifen.

Neben dem primären Informationswert der historischen Studierendenkartei ist an ihr aber auch eine administrative Praxis und nicht zuletzt medientechnische Veränderungen ablesbar. So wurde beispielsweise der seit Einführung bis ca. 1950 unverändert beibehaltene Vordruck anfangs komplett handschriftlich mit Tinte ausgefüllt, bevor im Lauf der 1930er Jahre die semesterweise erfolgende Bestätigung der Immatrikulation dann mittels Stempel auf die Karte übertragen wurde. Für tendenziell unveränderliche Informationen wie Name, Heimatort etc. kam ab Mitte der 1940er Jahre eine mechanische Schreibmaschine zum Einsatz. Diese wurde schliesslich – als letzter Schritt vor der Digitalisierung – in den 1970er Jahren durch eine elektrische ersetzt.

Karten mit Farbcode (Schweizer Männer / Ausländer / Frauen) aus der Zeit des Ersten Weltkriegs.

Sichtbare Veränderungen beim Layout und bei den Mitteln zur Beschriftung bei stets gleichbleibendem Format (Karten angelegt 1930, 1950 und 1969).